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05.01.2011 - 00:00:00
smago! GAST KOLUMNE
ADS-Präsident liest der Kärnten Werbung GmbH gehörig die Leviten...
Falls Sie die "Vorgeschichte" verpasst haben sollten...:
"Volksmusik spricht Menschen an, die den konservativ-traditionellen Milieus zuzuordnen sind. Diese Gäste sind bezogen auf ihr Einkommen, ihre Ausgabefreudigkeit und Reiseintensität schlicht die unattraktivsten am touristischen Markt." - So steht's in einer Studie der "Kärnten Werbung" geschrieben.
Sind Volksmusik-Fans wirklich nur "Billige Gäste, die billige Betten füllen"...?!! - Lesen Sie HIER den vollständigen Bericht!
Nachfolgend nun ein Brief von ADS*-Präsident Manfred Knöpke an die "Kärnten Werbung GmbH" (* ADS = Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlager und Volksmusik e.V.; www.ads-schlager.de)...:
Kärnten Werbung GmbH
Herrn Christian Kresse
Casinoplatz 1
A-9220 Velden
Bad Bentheim, 03.01.2011
Betr.: Markenhandbuch der Kärnten Werbung
Sehr geehrter Herr Kresse,
mit einer gewissen Verwunderung haben wir in der " Kleine Zeitung " den Artikel über die neue Image- oder Markenpolitik zum Tourismus des Landes Kärnten zur Kenntnis genommen. Lt. Ihrem Handbuch sind Volksmusik Anhänger bezogen auf ihr Einkommen , ihre Ausgabenfreudigkeit und Reiseintensität schlicht die unattraktivsten am touristischen Markt. Also kurz gefasst, Gäste , die man eigentlich nicht braucht oder haben will, da man gern das Image von Kitzbühl für ganz Kärnten erreichen möchte. Dazu möchten wir gern ein paar Anmerkungen machen.
1. Zunächst einmal gibt es den typischen Volksmusikfreund der letzten Jahrzehnte gar nicht mehr. Die Volksmusik und der Schlager sind zusammengewachsen und das Publikum ist teilweise auch moderner und jünger geworden. Das ist auch sehr gut an den Künstlern in den Sendungen "Musikantenstadl", "Wenn die Musi spielt" und der "Starnacht am Wörthersee" zu erkennen. Ihre Untersuchung qua Wertschöpfung des Publikums, sicher des deutschen Publikums, das ja den Grossteil der Besucher Ihrer Events stellt, ist veraltet und seit 10 Jahren nicht mehr gültig.
2. Das Schlager- und Volksmusikpublikum der o.g. Sendungen ist auch kein Partypublikum, wie es z. B. in Mallorca oder auch Ischgl üblich ist, sondern ein Publikum, dass auch seine Ferien an Orten verbringt, die es gerade durch diese Veranstaltungen kennen gelernt hat.
Konservativ ist dieses Publikum nur darin, dass man lieber wieder zu dem Ort, den man kennt, zurückkehrt, als irgendwo anders ein Experiment zu starten - und da beginnt für uns Ihr Denkfehler. Sie trennen die Events vom normalen Ferienurlaub ab. Beide gehören aber zusammen.
3. Wir glauben nicht, dass Kärnten nur aus 5-Sterne-Hotels und hochwertigen Ferienwohnungen besteht, sondern der Großteil besteht aus Ferienhotels und normalen Ferienwohnungen. Wie wollen Sie die denn in Zukunft füllen?
4. Gerade das ältere Publikum ist in den letzten Jahren der eigentliche Wachstumsmotor geworden, da man finanziell unabhängig, abenteuerlustig, konsumfreudig und modern geworden ist.
5. Der letzte "Musikantenstadl" hat ja wieder bewiesen, dass er Millionen Zuschauer zieht. Wollen Sie diese Millionen in Deutschland, die ja letztlich, zum Großteil, Ihre Kunden sind, als unattraktiv für den touristischen Markt in Kärnten abtun?
Wir glauben zwar, dass dieser Weg für den Tourismus in Kärnten nicht der richtige ist, sind aber gern bereit, Ihnen bei diesem "Imagewechsel" zu helfen, in dem wir unseren Mitgliedern und allen Volksmusik- Schlagerfreunden in Deutschland anraten, Kärnten in Zukunft als Urlaubsziel zu meiden und nach Tirol, Südtirol oder Bayern auszuweichen.
Dort sind sie immer noch gern gesehene Gäste und sicherlich werden auch dort Events produziert, die für sie interessant sind und sie werden dort nicht als touristisch unattraktiv abgewertet.
Mit freundlichen Grüssen
ADS – Arbeitsgemeinschaft deutscher Schlager und Volksmusik e.V.
Manfred Knöpke
1. Vorsitzender
Bitte beachten Sie auch www.ads-schlager.de!
Quelle: Manfred Knöpke
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Kommentare:
05.01.2011 09:17:39
Kärnten
Ich finde den Einsatz der ADS wieder einmal aller Ehren wert.
Doch wird es etwas nutzen? Ich glaube nicht !!
Bei den Entscheidungsträgern der Medien ist es verpönt sich für den Schlager oder für die volkst. Musik einzusetzen. Sie berichten lieber von einem spärlich besuchten Jazzfestival, bei dem sich 3 betrunkene Ärzte und 6 erfolglose Rechtsanwälte amüsieren, in aller Breite und lassen Festivals und Events mit Schlagern links liegen.
Das zweite Problem sind die Fans...
Ja, die Fans.........Hier wird nur diskutiert, ob Helene Fischer nun besser ist als Andrea Berg, Andrea Jürgens ins Fernsehen muß, oder Michelle ihr 407. Comeback feiert.
Hier sind wir an einem Punkt angelangt, andem die Schlager und Volksmusik Fans an einem Strang ziehen müssten. Man sollte verstehen, dass man sich zusammen für die SACHE einsetzen sollte. Splittergruppen, die vor lauter Neid alles niederschreiben sind Gift hierfür.
Man sollte in geballter Form auftreten und Unterschriften gegen einen Urlaub in Kärnten sammeln. Was glaubt ihr, wie schnell die Hoteliers und Gastronomen gegen ihre eigene "Kleine Zeitung" auf die Barrikaden gehen.
Es ist natürlich toll, wenn Jeder seinen Favoriten unterstützt, aber hier geht es um viel mehr.
Liebe Grüße in die Schlagerwelt
Dirk Haasler
geschrieben von: Dirk Haasler
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