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13.01.2012 - 00:00:00
LEONARD
'Zeugnistag für Leonard': Seine neue CD "Über Steine zu den Sternen" im smago! Test!
Heute (13.01.2012) ist Zeugnistag für LEONARD. Denn seit heute ist das neue (22.!) Album des sympathischen Sängers, Schlager-Liedermachers und Produzenten aus der Schweiz im Handel erhältlich. Und das gleich wieder in zwei unterschiedlichen Konfigurationen: zum einen als "normale (Einzel-)CD", zum anderen als "Limitierte Special Edition" inkl. DVD.
Zwölf neue Songs hält Leonard für uns parat. Dazu gesellt sich ein "Fremdtitel", nämlich "Wann wird's mal wieder richtig Sommer" von Rudi Carrell (im Original "City Of New Orleans" von Steve Goodman, der 1984 im Alter von nur 36 Jahren an Leukämie verstorben ist; die bekannte Version dürfte wohl von Arlo Guthrie stammen, der im Juli diesen Jahres auf seinen 65. Geburtstag anstoßen kann) sowie die Duett-Version von "Das Leben ist so wie das Meer" (mit "Traumschiff" Kreuzfahrtdirektor Wolfgang Frank).
Der Titelsong "Über Steine zu den Sternen" - eine Schlagerpop-Hymne á la Leonard wie aus dem Bilderbuch - läuft bereits auf Höchstrotation bei den meisten Sendern, die noch Schlager spielen. Leonard hat es sogar bereits in die internationalen Top 100 Airplay-Charts geschafft, was in der heutigen Zeit eine echte Meisterleistung darstellt.
Und "Über Steine zu den Sternen" ist nun beileibe nicht der einzige Hit auf dem Album.
Die zwölf neuen Titel zeichnen sich vor allem durch die originellen und allesamt aus dem Leben gegriffenen Texte aus. Doch auch in musikalischer Hinsicht ist Leonard ein ungemein facettenreiches und abwechslungsreiches Album gelungen. Auch gesanglich bricht er immer wieder zu neuen Höchstleistungen auf.
Zwei Songs sind uns ganz besonders ans Herz gewachsen: "Ich hörte Hildegard Knef" mit dem genialen á la "Eins und eins, das macht zwei" Intro und "Blas' mir doch einfach in die Schuhe". Beide Titel schreien förmlich danach, als weitere Radio-Singles ausgekoppelt zu werden. (Wenngleich vermutlich erst einmal andere Titel Vorrang haben werden: "Monopoly", "Vagabund" und vielleicht auch die Ballade "Auf den Flügeln Deiner Liebe", "Sei es, wie's sei" vielleicht auch "Wer spielt denn heut' schon noch Mikado?!") Eigentlich sollte man gleich eine Petition bilden, dass diese beiden Song-Perlen nicht durch das (Formatradio-)Raster fallen. "Ich hörte Hildegard Knef" ist nicht nur eine Hommage an "Die Knef", sondern auch ein Stück "Leonard-Lebensgeschichte". Ein ungemein starker Titel mit einem äußerst raffinierten Text.
Richtiggehend kampfes- und angriffslustig präsentiert sich der 48-jährige Tausendsassa in "Blas' mir doch einfach in die Schuhe" (Hit!!!), "Und jetzt sag' ich Dir noch etwas" und im Grunde genommen auch in "Das Beste für mich".
Äußerst feinfühlig arbeitet Leonard in "Deine letzte Reise" das (Tabu-)Thema "Sterbegleitung" auf. Der Sage nach wurde er durch den Spielfilm "Satte Farben vor Schwarz" mit Senta Berger in der Hauptrolle zu diesem Song inspiriert.
Die "Limitierte Special Edition" enthält zusätzlich zu der CD "Über Steine zu den Sternen" eine DVD, die mit folgendem Inhalt aufwartet:
01. Die Sehnsucht, die nach Dir ruft
02. Hände, die Dir helfen
03. Ich bewache Deine Träume
04. Die Jahre hinter mir
sowie als Bonusmaterial
"Meine Heimat" (Impressionen der Schweiz; ca. 15 Minuten)
"Discographie" (Alle Alben von 1988 - 2010)
Mit "Über Steine zu den Sternen" ist Leonard eine Album-Produktion gelungen, die weit aus dem gängigen Durchschnitts-Einerlei herausragt. Vor allem die Texte sind Gold wert.
Zum Nurmalsozumzwischendurchhören ist die 22. CD von Leonard viel zu schade. Das Album ist es allemal wert, dass man sich Zeit für "es" nimmt, zumal man im Grunde genommen mit jedem Song neue Welten entdecken kann.
"Über Steine zu den Sternen" ist ohne jeden Zweifel ein bemerkenswertes Album.
Doch kommen wir zum Punkt, zum eigentlichen Zeugnistext:
"Der 'Schüler' Leonard hat die an ihn gestellten Anforderungen, hervorragende und gleichzeitig auch außergewöhnliche Schlagerpoptitel zu schreiben, in der Erfassung und in der Anwendung sowie in der Durchführung der Aufgaben in weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt und, wo dies möglich war, deutliche Eigenständigkeit beziehungsweise die Fähigkeit zur selbständigen Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben gezeigt."
Note: 6
"Wie bitte?!!", werden Sie jetzt entgeistert aufschreien.
Nun, Leonard ist Schweizer Staatsbürger und lebt immer noch in der Schweiz. Und in den meisten Kantonen der Schweiz gibt es eben die Noten 6 bis 1, wobei "6" die beste und "1" die schlechteste Note ist.
Quelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de
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