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08.02.2012 - 00:00:00

FALCO
Heute (08.02.2012), ORF 1: "Falco – Verdammt, wir leben noch!"!

"Rock Me Amadeus", "Junge Römer", "Out of the Dark" – Hans Hölzel alias Falco war ein Ausnahmekünstler, dessen früher Tod ihn zur Legende gemacht hat. Der Film schildert den Werdegang des größten österreichischen Popstars und auch seine Schwächen...:

Am 6. Februar 1998 starb FALCO bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik, am 19. Februar dieses Jahres wäre er 55 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass stehen die "art.genossen"-Dokumentation "Falco, der Poet" über den Popstar als Sprachkünstler (am 6. Februar in ORF 2 und am 7. Februar in ORF III) sowie Thomas Roths Biopic "Falco – Verdammt wir leben noch!" (am 8. Februar in ORF eins) auf dem Programm des ORF. Der "Kulturmontag" erinnert ebenfalls am 6. Februar ab 22.30 Uhr in ORF 2 in dem Beitrag "Pop und Poesie" an den erfolgreichen österreichischen Musiker.

 


"art.genossen: Falco, der Poet" (Montag, 6. Februar 2012, 22.30 Uhr, ORF 2 und Dienstag, 7. Februar 2012, 20.15 Uhr, ORF III)

 

Rudolf Dolezal erkundet in "Falco, der Poet" den Sprachkünstler Falco nach den Erkenntnissen von Christian Ide Hintze, der ein Buch über Falcos Sprachwelt herausgegeben hat.

Hofrats- und Gaunerslang, Manhattan-Schönbrunnerisch und die Geste als sprachliches Material: Falco erneuerte die deutschsprachige Poesie und verknüpfte ihre Elemente völlig neu. Er war das Missing Link zwischen Pop und Avantgarde, zwischen Schlager und Experiment, zwischen lokalem Slang und Esperanto.

14 Jahre nach seinem Tod stöbern Wissenschaft, Feuilleton und Literaturszene den Dichter Hans Hölzel alias Falco auf. In diesem Film analysieren eine Dialektforscherin, Autorinnen/Autoren sowie Sprach- und Literaturwissenschaftler/innen Falcos Liedtexte und entdecken große Literatur. Die Vergleiche reichen von Walther von der Vogelweide über Robert Musil bis zu Charles Bukowski, Ernst Jandl und Heinrich Heine.

Einen speziellen Part im Film nimmt David Baum ein, der Falco-Texte in der Anmutung von Oskar Werner vorträgt – Oskar Werner war bekanntlich eines der großen Idole von Falco.

Für Dialektdichter H. C. Artmann war Falco schlicht "der große Edle der Wiener Lässigkeit und ganz klar ein Dichter". "Er ist mehr als Literatur. Er ist ein Sprachkünstler, der auch seine Bewegungen beim Vortrag als Teil seines Werkes verstanden hat", erinnert sich Christian Ide Hintze, Leiter der "schule für dichtung", an der auch der "Jeanny"-Star zu Lebzeiten unterrichtete.

Schauspieler und Regisseur Paulus Manker resümiert: "Falco starb zum richtigen Zeitpunkt. Das mag sehr pharisäisch klingen oder geschmacklos. Aber das, was im Popgeschäft das Wichtigste ist, das Unsterbliche, das Unnahbare, das Heldenhafte, erreicht man halt nur so."

 




"Falco – Verdammt wir leben noch!" (Mittwoch, 8. Februar, 20.15 Uhr, ORF eins)

 

Mehr als 150.000 Besucher sahen 2008 "Falco – Verdammt wir leben noch!" in den heimischen Kinos – jetzt kehrt Thomas Roths biografisches Drama über den österreichischen Popsänger und Kultstars Hans Hölzel alias Falco, das vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanziert wurde, erneut in das ORF-Programm zurück. Manuel Rubey verkörpert in "Falco – Verdammt wir leben noch!" den Ausnahmekünstler. Erzählt wird Falcos Leben von der Kindheit in Wien bis zu seinem Tod in der Dominikanischen Republik 1998. Der Film schildert Falcos Werdegang von seinem Beginn bei der Hallucination Company, seinem zwischenzeitlichen Erfolg bei der Band Drahdiwaberl bis zu seinem Einzeldurchbruch im Musikgeschäft. Außerdem genehmigt er Einblicke in Falcos Privatleben: mit Frauen, Familie und Drogensucht.

 

An der Seite von Manuel Rubey spielen u. a. Nicholas Ofczarek, Christian Tramitz, Patricia Aulitzky, Susi Stach und Arno Frisch. Als Hallucination Company stand Rubeys Band Mondscheiner vor der Kamera. Eine weitere Musikgruppe, die erfolgreichen ehemaligen Ö3-Soundcheck-Finalisten "Excuse Me Moses" sind als Falcos Band Drahdiwaberl zu sehen. Gedreht wurde der von MR-Film produzierte Streifen im Sommer 2007 an Schauplätzen in Österreich, den USA und der Dominikanischen Republik. Das Drehbuch zum Film verfasste Regisseur Thomas Roth selbst.

 


Mehr zum Inhalt:

 

"Falco – Verdammt wir leben noch!" – der Filmtitel bezieht sich auf einen Song sowie ein posthum erschienenes Album – schildert den Werdegang des österreichischen Popstars Hans Hölzel, der als Falco mit "Rock Me Amadeus" den ersten deutschsprachigen Nummer-eins-Hit in der Geschichte der amerikanischen Billboard Charts landete.

Die Lebensgeschichte des am 19. Februar 1957 geborenen Wieners führt über die frühe Entdeckung seiner musikalischen Begabung und die Szenebands Hallucination Company und Drahdiwaberl zu seinen großen internationalen Erfolgen als Falco. Der Film zeigt auch den Erfolgsdruck und die große Erwartungshaltung der Musikbranche auf und schildert parallel zu der öffentlichen Person auch die private Seite des größten heimischen Popstars. Falcos schwierige Frauenbeziehungen, seinen Umgang mit Alkohol und Drogen, seine Exzesse, aber auch seine verletzliche Seite sind Inhalt des Films und zeigen die Lebensgeschichte eines Mannes, dessen früher Tod am 6. Februar 1998 ihn zur Legende gemacht hat.

Quelle: ORF

 

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